Fahrtenbücher – Eine Arbeit, die sich auszahlen kann

Jede Fahrt in ein Buch einzutragen mit dem genauen Kilometerstand vor und nach der Fahrt, mit der Start- und Zieladresse, Datum, Uhrzeit und Zweck der Fahrt – das kann ganz schön lästig sein.

In meiner Arbeitszeit muss ich sehr viel mit dem Auto zu Kunden fahren. Daher habe ich von meiner Firma einen Firmenwagen gestellt bekommen. Ich führe ein Fahrtenbuch, denn privat nutze ich das Auto kaum. Ich hatte bereits vor diesem Job ein Privatauto, welches ich auch nicht verkaufen wollte.

Wer muss ein Fahrtenbuch führen?

Es gibt keine Verpflichtung ein Fahrtenbuch zu führen. Jeder der einen Firmenwagen fährt hat zwei verschiedene Möglichkeiten den privaten Nutzen des Autos zu versteuern.

  • Die pauschale 1-Prozent-Regelung: 
    Hier wird jeden Monat ein pauschaler Beitrag von einem Prozent des Brutto-Listen-Preises versteuert. Hierbei zählt nur der Listenpreis und nicht wie viel der Wagen in der Anschaffung gekostet hat. Hinzu kommt noch ein Aufschlag der anhand des Arbeitsweges, also von der Wohnung zur Arbeit, berechnet wird. Jeder Kilometer wird mit 0,03 Prozent des Listenpreises multipliziert. Viele wählen diese Möglichkeit, weil sie das Fahrzeug auch sehr viel privat nutzen.
  • Ermittlung der tatsächlichen AutokostenHier kommt das Fahrtenbuch ins Spiel. Wer sein Firmenauto wenig privat nutzt, der hat die Möglichkeit sich durch ein Fahrtenbuch Steuern zu sparen. Hierfür muss jede Fahrt genau eingetragen werden.

Zwischen diesen zwei Möglichkeiten lässt sich jedoch nur mit einem neuen Firmenwagen oder zum Jahresbeginn wechseln.

Kann es wirklich günstiger werden mit dem Fahrtenbuch? 

Die Antwort lautet: Ja! In einigen Fällen ist es durchaus sinnvoll sich näher mit dem Fahrtenbuch zu beschäftigen, diese Fälle können zum Beispiel sein:

  • Der Bruttolisten-Neupreis des Wagens ist sehr hoch.
  • Die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsplatz ist sehr weit.
  • Der Wagen wird privat nur sehr wenig gefahren.

Wer das nochmal für seine Situation und seinen Wagen checken möchte, der kann sich das nochmal mit exakten Daten im Internet durchrechnen lassen. Da zeigt sich dann ganz genau, welche Wahl am besten geeignet für die Situation ist.

Muss ein Fahrtenbuch immer lästig sein? 

Ich führe schon längere Zeit ein Fahrtenbuch und musste feststellen, dass es manchmal sehr anstrengend ist immer daran zu denken. Besonders, wenn man es mal eilig hat. Am Anfang habe ich es immer alles mit einem Buch im Handschuhfach und einem Kugelschreiber aufgeschrieben. Mal war der Kugelschreiber weg, dann habe ich es ganz vergessen oder das Buch war voll.

Mittlerweile gibt es aber genügend andere und vor allem einfachere Arten ein solches Fahrtenbuch zuführen. Denn mit einem Smartphone wird auch das Fahrtenbuch digital.

Mit einer App kann man ganz einfach alles eintragen, ohne Kugelschreiber. Die meisten Apps in diesem Bereich haben viele hilfreiche Funktionen, die einem Fahrtenbuchführer das Leben erleichtern. Zum Beispiel zeigt meine App mir sofort an, wenn ich eine wichtige Information vergessen habe oder man kann häufig genutzte Adressen abspeichern.

Einfach Geld sparen

Es muss also nicht mehr so lästig sein bei seinem Firmenwagen Geld zu sparen, das geht mittlerweile durch moderne Technik wesentlich einfacher.

Vielleicht ist das ein Anreiz sich Gedanken über die Art der Versteuerung eures Firmenwagens zu machen?

Bis zum nächsten Mal!

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