
Wurde
die US-Flagge von den Nasa-Technikern mit Tesafilm an die Landefähre geklebt?
Die Temperaturen auf dem
Mond betragen am Tage +130°C und in der Nacht -150°C.
Wie
kann ein Klebeband diesen Extremen Temperaturunterschieden
nur standhalten?
Verschwörungstheoretiker reden in Bezug
auf die Kameras, Filme und auch das verwendete Klebeband
gerne von "extremen Temperaturunterschieden". Dabei
unterschlagen sie aber, dass zwischen Tag und Nacht auf
dem Mond etwa 14 Tage liegen, also rund ein halber Monat!
Es handelt sich also weniger um eine "extreme
Temperaturschwankung", als vielmehr um eine allmähliche
Erwärmung der Mondoberfläche von ca. 20° C innerhalb von 24 Stunden. Bezogen
natürlich auch nur auf Bereiche oder Objekte, die direkt der
Wärmestrahlung der Sonne ausgesetzt sind.
Natürlich verwendete die NASA zur
Befestigung der Fahne und der Goldfolie, mit der ein
Großteil der Fähre umwickelt wurde, kein
Tesafilm sondern
Kapton-Klebeband, dass zuverlässig bei Temperaturen
zwischen -270 °C und +400 °C funktioniert. Das Klebeband
ist also hervorragend für Anwendungen mit hohen
thermischen Anforderungen geeignet.
Bei anderen Gelegenheiten wurde
Duct Tape verwendet. Dieses wasserdichte Gewebeband wurde 1942
entwickelt, um die Munitionskisten im 2. Weltkrieg gegen
Feuchtigkeit zu versiegeln. Schnell erkannten die Soldaten
damals die Vielseitigkeit des Klebebandes und
verwendeten es auch zur schnellen Reparatur ihrer Waffen,
Jeeps und Flugzeuge. Nach dem Krieg wurde
Duct Tape auch im Heizungs- und Klimaanlagenbau
verwendet.
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