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Warum richtet man nicht das Hubble-Teleskop auf den Mond? |
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Das Auflösungsvermögen von Hubble reicht nicht aus, um
Gegenstände dieser Größe fotografieren zu können.
Aufnahmen von Hubble lassen allenfalls Strukturen von ca. 150
Metern erkennen. Die auf dem Mond verbliebene LM - Unterstufe
hat einen Durchmesser von knapp 10 Metern und wäre für das
Objektiv des Teleskops unsichtbar. Sie müsste mindestens 15
mal größer sein, um auf einer Hubble-Aufnahme auch nur als
Punkt sichtbar zu sein.

Mit Spionage-Teleskopen ist es ja fast möglich vom Orbit heraus
"eine Tageszeitung zu lesen".
Warum kann man mit diesen
Teleskopen nicht die vielen zurückgelassenen Apollo-Gerätschaften
fotografieren?
Auch wenn diese Teleskope die nötige Auflösung hätten,
befanden sie sich bisher immer in der Erdumlaufbahn und waren viel zu
weit vom Mond entfernt, um Hochauflösende Aufnahmen der
Mondoberfläche zu liefern.

Das Very Large Telescope, auf dem 2600 Meter hohen Berg
Paranal in den chilenischen Anden, könnte zu Klärung
beitragen.
Es bietet insgesamt drei verschiedene Beobachtungsmöglichkeiten:
Entweder werden die Teleskope unabhängig voneinander auf
verschiedene Himmelskörper ausgerichtet, oder mehrere
Instrumente beobachten dasselbe Objekt, wobei sich die digital
erstellten Aufnahmen anschließend im Computer überlagern
lassen. Zukünftig soll es jedoch auch möglich sein, zunächst
mit zwei später mit mehreren Teleskopen interferometrisch zu
beobachten.
Das hat den Vorteil: Die Winkelauflösung steigt
bei fester Wellenlänge mit dem Abstand der Teleskope. Zwei im
Abstand von 130 Metern stehende Teleskope erzielen dann eine
Auflösung von wenigen Millibogensekunden.
Prinzipiell ließe sich damit eine Apollo-Landefähre auf dem
Mond ausmachen.

Am 23. Juni 2009 erreichte die NASA Sonde Lunar
Reconnaissence Orbiter (LRO) den Mond und überflog zwischen
dem 11. und 15. Juli 2009 die Apollo-Landestellen. Die
Aufnahmen, zunächst noch aus einer hohen Umlaufbahn, wurden
von der NASA veröffentlicht und ließen schon sehr viele
Details der Apollo-Hinterlassenschaften erkennen. Die Sonde
wurden mittlerweile in einen niedrigeren Orbit (ca. 50 km)
gesteuert und sendete weitere phantastische Aufnahmen der
Mondoberfläche.
Aufnahmen der Sonde:
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