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Apollo Bordcomputer

Heute vergleicht man die Kapazität der Apollo-Bordcomputer gerne mit einer Waschmaschinensteuerung oder einem Taschenrechner.

Verglichen mit dem 21. Jahrhundert erscheint die Technik der 60er Jahre zwar ziemlich primitiv, um einen Kurs zum Mond zu programmieren bedurfte es aber keiner gewaltigen Großrechner im Raumschiff.

 

Neben der schon gespeicherten Software wurden alle weiteren erforderlichen Daten in den Computern der Bodenstation berechnet und an die Astronauten per Funk übermittelt.

Über die Tastatur wurden sämtliche Befehle in den Computer eingegeben, pro Mission etwa 10500 Tastendrücke.

Apollo Computer Mission Control

Der Apollo-Computer verfügte über einen Arbeitsspeicher von etwa vier Kilobyte und schaffte etwa 40 000 Additionen pro Sekunde. Seine Taktrate lag bei 100 Kilohertz. Ein heutiger Chip ist zwar zehntausend mal schneller, nur wurde eine solche Rechenleistung nicht benötigt.

 

Trotz seiner heute bescheiden anmutenden Kapazität war der Bordcomputer bei den Apollo-Missionen unbedingt erforderlich. Einige Manöver, wie z.B. das Einschießen in die Mondumlaufbahn fanden ohne Funkkontakt auf der Rückseite des Mondes statt, und wären ohne Hilfe des Computers nicht möglich gewesen.

 


Siehe auch: Computer in der Raumfahrt Teil 1
  Computer in der Raumfahrt Teil 2
  Computer in der Raumfahrt Teil 3