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Müsste der aufgewirbelte Staub nicht langsamer zu Boden fallen?
 

Obwohl auf dem Mond nur 1/6 der Anziehungskraft der Erde herrscht, fällt der aufgewirbelte Staub scheinbar genau so schnell wieder auf die Mondoberfläche zurück wie auf der Erde. Müsste der Staub aufgrund der geringeren Schwerkraft eigentlich nicht viel langsamer zu Boden rieseln.

Auf den Staub wirken zwei physikalische Phänomene, die sich gegenseitig fast aufheben:


Einerseits ist die Anziehungskraft des Mondes geringer als auf der Erde und der Staub müsste langsamer zu Boden fallen. Andererseits gibt es auf dem Mond keine Atmosphäre, die den Staub abbremsen könnte. Letztlich gleichen sich beide Phänomene ungefähr aus, weshalb der Staub auf dem Mond fast genau so schnell fällt wie auf der Erde.

Movie:  

Lunar Rover

 

Kein Staub auf den Landetellern der Mondlandefähre?

LM starboard footpad and contact probe (solar wind experiment visible in b.g.)

Der feste Mondboden ist von einer mehrere Zentimeter dicken Staubschicht bedeckt. Müsste der durch das Triebwerk aufgewirbelte Staub nicht auf den breiten Landetellern zu sehen sein?

Nein!

Der Staub verhielt sich auf dem Mond genau so wie sich jeder Körper verhält wenn er beschleunigt wird und unter dem Einfluss eines Schwerkraftfeldes steht:

Der Staub macht eine exakte Wurfparabel.

Durch das Triebwerk wurde der Staub zu Seite und nach oben beschleunigt und dann durch die Schwerkraft des Mondes wieder angezogen. Weil der Mond keine Atmosphäre besitzt und kein Wind die Flugbahn des Staubes stören konnte, machte jedes aufgewirbelte Staubkorn eine exakte Wurfparabel. Er fiel also nicht einfach wieder herunter, sobald er den Wirkungsbereich des Triebwerkes verlassen hatte, er machte eine Parabel, weg vom Landepunkt.

 

LM footpad buried in the lunar soil

 

Auf diesem Bild sieht man, wie die Landefähre mit den Füßen einen Teil des Mondbodens von links nach rechts geschoben hat.

 

 

 

 

 

 

Closeup of Cosmic Ray Detector on LM footpad

Auf diesem Foto (Apollo 16) befindet sich etwas Staub auf dem Fuß des Landetellers. Wahrscheinlich ist er, während der Installation des Cosmic Ray Detectors, dorthin gekommen. Die vielen Fußspuren (siehe Vergrößerung) rund um den Landeteller lassen dies vermuten.

 

 

Mit dem Cosmic Ray Detector wurde die kosmische Strahlung gemessen.

 


Siehe auch: Wurfparabel (Wikipedia)