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Nein, natürlich nicht, da so ein Arbeiten und auch die
Rückkehr ins Raumschiff unmöglich wären. Diese Probleme
traten beim ersten Weltraumspaziergang des Russen Alexey
Leonow auf. Eine Rückkehr ins Raumschiff war nur möglich,
weil er den Druck des Raumanzuges so lange abgelassen hat,
bis er wieder durch die Einstiegsluke passte. Seit dem hat
man aber viel dazu gelernt.

Der
Raumanzug muss den Innendruck gegenüber dem Vakuum halten,
darf sich aber natürlich nicht aufblasen. Außerdem muss er
die Körperwärme des Astronauten abführen können,
Mikrometeoriten abwehren und vor der Kälte des Weltraumes
sowie der Hitze der Sonne schützen. Um seine Aufgaben
erfüllen zu können, besteht der Raumanzug deshalb aus 21
verschiedenen Schichten. Zwei innere Schichten sind allein
für die Kühlung des Astronauten nötig, denn auch bei der
Arbeit im Weltraum produziert ein Mensch Körperwärme
welche abgeführt werden muss, um den Organismus nicht zu
überhitzen. Darüber befinden sich druckfeste Lagen aus
Kunststoff. Diese geben dem Raumanzug seine Form und
verhindern, dass dieser sich aufbläst. Mehrere thermische
Schichten verhindern eine Überhitzung auf der Sonnenseite
und eine Abkühlung auf der Schattenseite. Der Raumanzug
ist so konstruiert, dass er Temperaturen von über +120°C
bis unter -150°C aushalten kann. Die
Temperaturunterschiede auf der Sonnen- und Schattenseite
stellen eine enorme Belastung des Anzuges dar, das Gewebe
dehnt sich aus und zieht sich zusammen, was sich natürlich
auf die verschiedenen Materialien auswirken würde. Um sich
vor Einschlägen von Mikrometeoriten zu schützen, sind die
äußeren Schichten aus Teflonummanteltem Glasfibertuch.
Um
sich überhaupt in diesem Anzug bewegen und arbeiten zu
können ist es nötig, den Innendruck möglichst minimal, bei
ca. 0,3 Bar, zu halten. Je höher der Druck, desto größer
ist der Kraftaufwand der benötigt wird, um z.B. seine Arme
zu bewegen. Nehmen sie einen länglichen Luftballon und
blasen sie ihn voll auf. Versuchen sie ihn anschließend in
der Mitte zu knicken. Das selbe machen sie mit einem nur
zur Hälfte aufgeblasenen Ballon - der Kraftaufwand beim
Knicken ist erheblich geringer. Zusätzlich sind in den
Raumanzug Gelenke eingebaut, um so die Bewegungen zu
vereinfachen. Auch das kann man mit einem langen
Luftballon simulieren. Schiebt man nach dem Aufblasen
Ringe über den Ballon, lässt er sich leichter knicken.
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