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Müsste der Film in der Kamera nicht schmelzen?

 

Auf dem Mond wird es bis zu 138°C heiß, laut Kodak schmilzt der verwendete Film aber schon bei 65°C. Müsste der Film in der Kamera nicht schmelzen?

Diese Temperaturangabe bezieht sich auf den maximalen Wert, der während eines langen Mondtages (ca. 2 Wochen) erreicht werden kann. Die Apollo-Mondflüge wurden deshalb damals so gewählt, dass sie während des Mondmorgens stattfanden. Die Astronauten hatten es also nicht mit diesem Spitzenwert zu tun.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass der Mond keine Atmosphäre besitzt, die sich erwärmen kann. Auch wenn sich die Mondoberfläche auf bis zu 138°C erwärmt, kann diese Wärme nicht verteilt oder weitergeleitet werden, weil ein Träger, wie die irdische Atmosphäre, fehlt.

Ohne Atmosphäre kann die Wärme daher nur auf direktem Wege, also als energiereiche Infrarotstrahlung auf die Astronauten und deren Geräte wirken. Die Kameras wurden deshalb mit einer Folie beschichtet, die einen erheblichen Teil der Strahlung reflektierte. Deshalb wurden solche kritischen Temperaturen auch nie erreicht.

Außerdem wurde bei der Entwicklung der Kamera vermieden, dass der innen liegende Film in Kontakt mit Teilen des Gehäuses kam. Es gab also auch keine direkte Weiterleitung der Wärme vom Gehäuse auf den Film.

Die Kameras wurden von der schwedischen Firma Hasselblad hergestellt, die Uhren vom schweizerischen Unternehmen Omega. So langsam wird aus dem Kreis einiger weniger wissenden Nasa-Mitarbeiter eine internationale Verschwörung!

 


Siehe auch: Hasselblad
Omega