Leichtes Fallgewichtsgerät

Die Kalibrierung für ein leichtes Fallgewichtsgerät

Für die Durchführung eines dynamischen Lastplattenversuchs wird ein leichtes Fallgewichtsgerät benötigt. Die Versuchsanordnung dient der Bodenverdichtungsprüfung von Baugrund und ist mit Hilfe der Messtechnik schnell und präzise durchzuführen. Vor Auslieferung und insbesondere nach Reparaturen muss das Gerät jedoch von einer anerkannten Stelle kalibriert werden. Jene muss von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) anerkannt sein.

Kalibriert werden müssen die Setzungsmesseinrichtung und die Belastungsvorrichtung des Fallgerätes und muss auf diesen dauerhaft gekennzeichnet werden. Zudem dürfen diese nur zusammen funktionieren und dürfen nicht durch andere Teile ausgetauscht werden.

Benötigte Materialien für die Kalibrierung

Zunächst werden für die Kalibrierung der Belastungseinrichtung eine starre Unterlage und eine Halterung um die Führungsstange vertikal auszurichten benötigt. Weiterhin werden dabei das Fallgerät inklusive Federelement und Führungsstange eingesetzt, sowie ein Kraftmessgerät mit einer Nennlast von 50 kN und ein Messverstärker mit eingestelltem internen Filter. Zudem kommt zur Auswertung ein PC zum Einsatz, der bestimmte Hard- und Softwareanforderungen erfüllen muss.

Für die Kalibrierung der Setzungsmesseinrichtung wird zusätzlich eine Auflagerplatte aus Stahl zur Befestigung einer Schnellspannvorrichtung auf der Lastplatte verwendet, sowie drei verschiedene Setzungsmatten in vorgegebenen unterschiedlichen Dicken – weich, hart und mittelhart. Außerdem müssen für eine Stoßmessung geeignete induktive Wegaufnehmer mit Tastspitze oder Tauchstab verwendet werden und auch eine Brücke oder ein Stativ für diese.

Vor der Auswertung beider Messreihen muss zudem jeweils ein Ausreißertest durchgeführt werden. Nach der Ermittlung der Ergebnisse kann dieser je nach der Menge der Ausreißer wiederholt werden.

Die Kalibrierung von leichten und mittelschweren Fallgewichtsgeräten müssen mindestens einmal jährlich geprüft werden. Mehr Informationen hierzu erhalten Sie von der Bundesanstalt für Straßenwesen.