Die Geschichte der modernen WPC

WPC ist heutzutage einer der der beliebtesten Biokunststoffe überhaupt. Wer also auf natürliches Material wie Landhausdielen oder Parkett aus Holz verzichten will, dem ist zu raten sich für WPC Terrassendielen zu entscheiden. Deshalb finden sich vor allem im Außenbereich Dielen, Fliesen und auch Zäune aus WPC, die das Beste von Kunststoff und Natur vereinen. Doch bevor der Werkstoff überhaupt so weit war, musste er noch einige Entwicklungsstufen durchlaufen. Welche das waren und wie WPC seinen Weg überhaupt nach Deutschland gefunden hat, können Sie hier nachlesen.

Der wohl ursprünglichste Vorläufer der WPC ist das Bois Durci, französisch für „gehärtetes Holz“. Holzmehl aus Tropenhölzern sowie tierische Proteine – meist Rinderblut, Gelatine oder Eiweiß – wurden vermengt und nach dem Trocknen erhitzt und in Formstücke gepresst. Diese Entwicklung fand bereits im 19. Jahrhundert statt und konnte auch schon industriell gefertigt werden.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann die wirkliche Entwicklung von WPC und Bakelit, vermischt mit Holzmehl, Gesteinsmehl oder Textilfasern, setzte sich auf dem Markt durch. Das erste kommerzielle Produkt aus diesem Verbundswerkstoff wurde 1916 produziert und war ein Steuerknüppel für Rolls Royce. Der Kunststoff war also noch recht teuer und nicht für alle zugänglich.

WPC als Ersatzprodukt

Als in den 1960ern deutsche und französische Technologen begannen, WPC auf der Basis von Cellulose, PVC und Altpapier herzustellen, wurde der Werkstoff noch nicht als neuer, vollwertiger Verbundsstoff anerkannt und musste als Ersatzprodukt herhalten. Das änderte sich, als in den frühen 1970ern ein italienisches Unternehmen damit begann, ein Komposit aus Holz und Harz für die Herstellung von Hutablagen und Dachverkleidungen zu nutzen.

Erst seit dem 1990er Jahren wächst die Beliebtheit der WPC. Ausgehend von den USA zählt WPC heute auch in Deutschland zu den beliebtesten Biokunststoffen, deren Erfolg vor allem durch die überwiegend positiven Eigenschaft gesteigert wird.